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Im Lesezimmer Austria Rudolf Kraus

Deutsche Besprechung

Rezensenten
Deutsch Rudolf Kraus
tausend tode könnt ich sterben.

Verlagshaus Hernals, Wien 2014
Reviewed by Petra Ganglbauer | 5 January 2015

Deutsche Besprechung

Rudolf Kraus CoverExpressive, dreiste, lakonische, lebensphilosophische Gedichte sind das, im existenziellen Spannungsfeld zwischen Leben und Tod angelegt, mit allem, was sich da so dazwischen abspielt.

Sensible Sequenzen (abendrot, mit unseren tränen z.B.) tauschen sich mit lakonischen ab (das perfekte gedicht) – dazwischen etwa findet sich eine Serie mit fragil angelegten Haikus.

Erdenschwere, auch Todesschwere (siehe Cover!), Lebensgewicht, Traurigkeit aber auch Erheiterung, Erinnerung am Tollkühnes färben diese Gedichte, die teilweise noch aus den Achtzigern stammen, mit dem unterschiedlichsten Gefühlsregungen ein.
Was ihnen gemeinsam ist, ist ihre Kürze und wie Armin Baumgartner in seinem Nachwort schreibt – : "...ich will lieben und weinen und staunen und schmunzeln, will mich wundern können, will sterben und leben."
Baumgartner antwortet auf die fiktive Frage, welche Eigenschaften eines Texte ihn faszinieren würden. Und er beendet sein Nachwort dergestalt: "Die Antwort findet sich auch in diesem Buch."

Ich schließe mich gerne an.

Deutsche Besprechung

Rezensenten
Deutsch Rudolf Kraus
warten auf beckett. sprachminiaturen.

Verlagshaus Hernals, Wien 2016
Reviewed by Petra Ganglbauer | 26 May 2016

Deutsche Besprechung

Rudolf Kraus CoverDeftig, heftig sind die meisten, der meist einem Autor, Musiker, einem Künstler, Schauspieler etc. gewidmeten Gedichte, explizit und expressiv (eines ist demgemäß August Stramm gewidmet) – zwei der Gedichte allerdings fallen sofort ins Auge, es sind jene, die sensibel den Blick auf die Welt richten, jenes, das der Autor sich selbst widmet „... stumm bin ich wieder / herbstfrischlingskind“ und jenes mit der ersten (TItelzeile?) „der schlaf hat innere Augen“ – sie sind von einer gewissen Zartheit im Umgang mit Wahrnehmung!

Die übrigen sind in der Mehrzahl laute, grelle, trotzige Worterhebungen: „wenn die Fackel brennt“ (an karl kraus etwa, „fettes blau / brennt sich ins papier“ (für hermann permann; unter den Texten sind auch Repliken auf Bücher wie zum Beispiel  „Dreizehnter Würfel“ von Zsuszanna Gahse.

Als Eingangsgedicht findet sich „Krausrudi – Leopoldrudi“ von Hermann Permann.

Ein Buch, das die Verständigung mit Dichterinnen und Dichtern sowie deren Werken aufnimmt!

Deutsche Besprechung

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